Lizenzierung
Wichtig
Mit dem Release der FVA-Workbench 11.0 wird ein neuer Lizenzierungsmechanismus eingeführt. Für den Betrieb der Version 11.0 müssen bestehende Lizenzen daher neu ausgestellt werden.
Bitte senden Sie hierfür eine E-Mail an lizenz@fva-service.de.
Lizenzierungsarten
Ab Version 11.0 stehen für die FVA-Workbench neue Lizenzierungsarten zur Verfügung. Einrichtung und Zugriff unterscheiden sich je nach Lizenztyp.

Cloud-Client-Lizenzen
Cloud-Client-Lizenzen sind computergebunden. Mit einer solchen Lizenz kann die FVA-Workbench ausschließlich auf dem Computer ausgeführt werden, mit dem die Lizenz verknüpft ist. Für die Verwendung der Lizenz ist eine Internetverbindung erforderlich.
Cloud-Floating-Lizenzen
Diese Lizenzen ermöglichen mehreren Benutzern den Zugriff auf einen gemeinsamen Lizenzpool. Eine einzelne Lizenz kann jeweils nur von einem Benutzer gleichzeitig verwendet werden. Für die Verwendung der Lizenzen ist eine Internetverbindung erforderlich.
Local-Floating-Lizenzen
Bei diesem Lizenztyp wird auf einem Server eine Lizenzmanagement-Software installiert. Dieser Server muss von allen Computern erreichbar sein, auf denen die FVA-Workbench ausgeführt wird. Der Server überprüft die Gültigkeit der Lizenzen und verteilt sie im Netzwerk. Die Client-Computer benötigen hierfür keine Internetverbindung.
Sentinel License Manager
Der Sentinel License Manager ist ein Programm der Firma Thales, das für die Nutzung von der Lizenzen erforderlich ist. Er wird standardmäßig im Rahmen des Setup der FVA-Workbench mitinstalliert, kann jedoch auch separat über das FVA-Download Center heruntergeladen und installiert werden. Für die Installation sind Administratorrechte erforderlich.
Nach der Installation startet der Sentinel License Manager einen Dienst, der die verfügbaren Lizenzen abruft und verwaltet.

Die Konfiguration des Lizenzmanagers erfolgt über die Admin Control Center Weboberfläche. Diese ist unter http://localhost:1947 erreichbar.
Speicherort der Lizenzdateien (Nur relevant für Lizenztyp Local-Floating)
Die im Admin Control Center hochgeladenen Lizenzzertifikate werden im Installationsverzeichnis des Sentinel License Managers abgelegt:
C:/Program Files (x86)/Common Files/SafeNet Sentinel/Sentinel LDK/installed/
Entfernen Sie die Dateien, wenn Sie die Lizenz aus dem Admin Control Center entfernen möchten.
Ports
Der Lizenzmanager nutzt für ausgehende Verbindungen den Port TCP 443 (HTTPS). In der Regel ist hierfür keine zusätzliche Freigabe in der Firewall erforderlich. Für die interne Kommunikation greift die FVA-Workbench über localhost:1947 auf den Lizenzmanager zu. Dieser Port wird ausschließlich für die lokale Kommunikation verwendet.
Cloud - Client Lizenzen
Wichtig
Für die Nutzung von Cloud-Client-Lizenzen muss der Sentinel License Manager auf dem jeweiligen Computer installiert sein.
Lizenz mit dem Computer verknüpfen
Sobald eine Lizenz ausgestellt wurde, wird eine E-Mail mit einem Verknüpfungslink an den Verwender der Lizenz versendet. Der Computer, auf dem dieser Link geöffnet wird, wird dauerhaft mit der Lizenz verknüpft.


Nach erfolgreicher Verknüpfung wird die Lizenz im Startdialog der FVA-Workbench angezeigt.
Cloud - Floating Lizenzen
Wichtig
Für die Nutzung von Cloud-Floating-Lizenzen muss der Sentinel License Manager auf dem jeweiligen Computer installiert sein.
Anmeldung in der Online-Lizenzverwaltung Sentinel EMS
In der Online-Lizenzverwaltung Sentinel EMS kann der Administrator verfügbare Lizenzen einsehen und den Lizenzen Nutzer zuweisen.
Sobald eine Lizenz ausgestellt wurde, erhält der Administrator eine E-Mail mit der Aufforderung, sich bei der Online-Lizenzverwaltung Sentinel EMS anzumelden.
Für den Administrator wurde bereits ein Benutzerkonto angelegt, das Kennwort muss jedoch zunächst gesetzt werden. Dazu im Anmeldeformular auf „Passwort vergessen“ klicken und die E-Mail-Adresse einzugeben, an die die E-Mail gesendet wurde. Anschließend wird eine E-Mail zum Zurücksetzen des Kennworts versendet. Über den enthaltenen Link kann ein neues Kennwort vergeben werden.

Erstanmeldung in Sentinel EMS: Im Anmeldeformular auf „Passwort vergessen“ klicken, Rücksetzungslink aus der E-Mail öffnen und neues Kennwort vergeben.
Benutzer anlegen
Um Lizenzen einzelnen Benutzern zuweisen zu können, müssen diese zunächst im EMS angelegt werden. Für jeden Benutzer müssen eine User ID, eine E-Mail-Adresse, ein Passwort sowie ein Name vergeben werden.
Das Passwort kann frei festgelegt und im Anschluss dem FVA-Workbench Benutzer mitgeteilt werden. Der Benutzer kann sich bei Bedarf mit seiner E-Mail-Adresse und dem Passwort selbst im EMS anmelden und das Passwort ändern. Für die Verwendung der Lizenz ist die Anmeldung aber nicht nötig.
Wird als User Type die Einstellung Standard gewählt, verfügt der Benutzer lediglich über einen eingeschränkten, lesenden Zugriff auf die Einstellungen des EMS.

Lizenzen Benutzern zuweisen
Unter dem Menüpunkt User Associations werden alle verfügbaren Lizenzen mit ID und Beschreibung aufgelistet. Über die Schaltfläche (1) wird ein Dialog zur Benutzerzuweisung geöffnet.
Im Dialog kann über das Suchfeld eine Lizenz ausgewählt werden (2), indem die Lizenz-ID oder die Beschreibung eingegeben wird. Die Benutzer, die der ausgewählten Lizenz zugewiesen werden können, werden im unteren Bereich (3) angezeigt. Durch Anklicken eines Benutzernamens wird dieser der Lizenz zugewiesen.

Anmerkung
Das Lizenzsuchfeld (2) schlägt automatisch passende Lizenzen vor, sobald Sie etwas eingeben. Wird die Lizenz-ID aber direkt eingefügt, erscheinen die Vorschläge nicht und die Lizenz wird nicht korrekt ausgewählt. Löschen Sie in diesem Fall die letzte Ziffer der Lizenz-ID. Danach werden wieder Vorschläge angezeigt, aus denen Sie die passende Lizenz auswählen können.
Verwenden der Lizenz mit der FVA-Workbench
Beim Start der FVA-Workbench wird ein Anmeldedialog angezeigt. Um Zugriff auf Cloud-Floating-Lizenzen zu erhalten, muss im Dropdown (1) die Option „Login with user account“ ausgewählt werden.

Nach einem Klick auf die Login Schaltfläche (2) öffnet sich ein Browserfenster, in dem die Benutzerdaten eingegeben werden müssen. Nach erfolgreicher Anmeldung werden die verfügbaren Lizenzen im Anmeldedialog der FVA-Workbench angezeigt und können dort ausgewählt werden.

Maschinen-Accounts für Cloud-Floating-Lizenzen erstellen
Für bestimmte Anwendungsfälle ist eine Anmeldung über Benutzername und Passwort nicht geeignet, zum Beispiel:
Betrieb der FVA-Workbench im Batchbetrieb
Betrieb von FVA-Workbench-Instanzen mit dem SimHub
Nutzung der FVA-Workbench auf einem Rechner durch mehrere Anwender ohne individuelle Anmeldedaten
Für diese Anwendungsfälle kann im Sentinel EMS ein Maschinen-Account für einen Computer eingerichtet werden. Der Computer wird anschließend über einen Link mit diesem Machine Account verknüpft und erhält damit Zugriff auf alle verfügbaren Floating-Lizenzen, ohne dass eine separate Anmeldung erforderlich ist.

Schritte zum Erstellen eines Machine Accounts
(1) Neuen Machine Account anlegen.
(2) Name: Name des Anwenders oder des Computers E-Mail: Adresse, an die der Verknüpfungslink gesendet wird.
(3) Machine Account speichern
(4) Verknüpfungslink auf dem Computer anklicken, der für den Zugriff auf die Liznezen berechtigt werden soll.
Lokal - Floating Lizenzen
Wichtig
Für die Verwendung von Lokalen Floating Lizenzen muss auf einem Server der Sentinel License Manager installiert werden. Dieser Server muss von allen Computern erreichbar sein, auf denen die FVA-Workbench ausgeführt wird. Der Server überprüft die Gültigkeit der Lizenzen und verteilt sie im Netzwerk. Auch auf den Client Computern muss der Sentinel License Managers installiert sein.
Übersicht der erforderlichen Schritte
Administrator erhält eine E-Mail mit Informationen zur ausgestellten Lizenz und der Entitlement-ID
Im FVA Download-Center mit der Entitlement-ID anmelden und den Sentinel License Manager herunterladen
Sentinel License Manager auf einem Computer installieren, der im Netzwerk erreichbar ist
Web-Interface (Admin Control Center) unter http://localhost:1947 öffnen
Im Admin Control Center unter "Sentinel Keys" eine Fingerprint-Datei (.c2v) erstellen und an lizenz@fva-service.de senden

Nach Erhalt der Update-Datei (.v2cp) diese im Admin Control Center unter „Update/Attach“ hinzufügen

Nutzerzugriff einschränken
Im Admin Control Center kann der Zugriff auf Lizenzen auf Benutzerebene eingeschränkt werden.

(1) Zeigt Nutzer bzw. Geräte an, die kürzlich eine Lizenz verwendet haben.
(2) Zugriff für Benutzer oder Geräte explizit erlauben oder verweigern.
Startparameter für den Batchbetrieb
Client-Cloud und Local-Floating Lizenzen
Für diese Lizenztypen muss die zu verwendende Lizenz-ID angegeben werden.
Beispielaufruf:
C:\FVA\FVA-Workbench.exe -WBJob="C:\WB_job\WB-Job.wbj" -Lic="TLic;518247552335801006"
Cloud-Floating Lizenzen
Bei Cloud-Floating-Lizenzen wird empfohlen, für den Computer, auf dem der Batchprozess ausgeführt werden soll, einen Machine Account anzulegen. Ist der Computer über einen Machine Account verbunden, erfolgt die die Angabe der Lizenz wie bei Client-Cloud und Local-Floating Lizenzen.
Für Testzwecke kann der Batchbetrieb aber auch mit Authentifizierung über E-Mail und Passwort gestartet werden.
Beispielaufruf:
C:\FVA\FVA-Workbench.exe -WBJob="C:\WB_job\WB-Job.wbj" -Lic="TLic;632067363738713777;userMode"

Vor der Ausführung des Batch-Jobs sollte die FVA-Workbench einmal im GUI-Modus gestartet werden. Dabei müssen Benutzername und Passwort eingegeben und anschließend die Option Remember me aktiviert werden. Danach erfolgt die Anmeldung im Batchbetrieb automatisch.
Proxy-Server
Wenn im Unternehmen ein Proxy-Server für die Verbindung nach außen verwendet wird, muss dieser konfiguriert werden.
Im Installationsverzeichnis der FVA-Workbench befinden sich zwei .ini-Dateien. In diesen muss die Adresse des Proxy-Servers eingetragen werden.
hasp_auth.ini
# Authentication Runtime Configuration File SNTL_AUTHZ_URI=https://auth-emea.prod.sentinelcloud.com/auth/realms/41630fb7-4ce2-b0a3d52b45da/protocol/openid-connect/auth SNTL_TOKEN_URI=https://auth-emea.prod.sentinelcloud.com/auth/realms/41630fb7-4ce2-b0a3d52b45da/protocol/openid-connect/token SNTL_LM_HOST=fvagmbh.prod.sentinelcloud.com SNTL_CLIENT_ID=app-9a0622fc-f27a-4294 SNTL_REDIRECT_URI=http://localhost/v1/callback SNTL_CODE_CHALLENGE_METHOD=plain SNTL_STORE_AUTHZ=false SNTL_SCOPE=openid SNTL_LOG_LEVEL=Debug SNTL_BROWSER_MODE=external SNTL_EMBEDDED_BROWSER_TITLE=FVA-Workbench #SNTL_AUTH_PROXY=http://my.proxy.de:8080 #SNTL_AUTH_PROXY_PWD=<user>:<password>
SNTL_AUTH_PROXY: Adresse und Port des Proxy-Servers
SNTL_AUTH_PROXY_PWD: Falls der Proxy-Server Anmeldedaten erfordert, können diese hier angegeben werden.
Eine vorangestellte Raute (#) kommentiert die jeweilige Zeile aus.
hasp_34488.ini
proxy = 1 proxy_host = my.proxy.de proxy_port = 8080 proxy_username = <username> proxy_password = <password>
Fehlerbehebung
Cloud-Lizenzen werden nicht angezeigt oder die Verbindung ist instabil
In einigen Unternehmensnetzwerken werden Proxy-Server mit sogenannter Paketinspektion (Packet Inspection) eingesetzt. Dabei wird der Netzwerkverkehr analysiert und teilweise verändert. Dies kann dazu führen, dass Zeitstempel oder Zertifikate von den Erwartungen des Lizenzmanagers abweichen. Eine mögliche Folge sind instabile Verbindungen zum Lizenzdienst.
Mögliche Lösung Bitte prüfen Sie gemeinsam mit Ihrer IT-Abteilung, ob in Ihrem Unternehmen ein solcher Proxy-Server eingesetzt wird. Falls dies der Fall ist, sollte die folgende URL im Proxy beziehungsweise in der Firewall auf die Whitelist gesetzt werden: *.sentinelcloud.com