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FVA-Workbench KnowledgeBase

[de] Rotating-Rainflow-Berechnung

[de] Getriebe sind bedingt durch Konstruktion und Betriebsart homogenen und inhomogenen Wechsellasten ausgesetzt. In der Praxis weiß man zwar meist, welche Lastfälle auftreten, aber die exakte zeitliche Reihenfolge ist in der Regel nicht verfügbar und oft auch nicht sinnvoll als deterministische Lastzeitreihe vorzugeben. Genau diese Abfolge ist jedoch relevant: Wenn Betriebszustände nicht isoliert betrachtet, sondern in ihrer zeitlichen Reihenfolge durchlaufen werden, entstehen zusätzliche und oft höhere Beanspruchungen, als es eine reine lineare Akkumulation „zustandsweise“ erwarten lässt. 

[de] Das Rotating Rainflow Postprocessing nach FVA 1053 adressiert diesen Einfluss, indem es aus einem flexiblen Lastkollektiv und einer Übergangsmatrix eine repräsentative Lastfallfolge konstruiert. Diese wird anschließend auf die Ebene der lokalen Zahnfußspannungen heruntergebrochen und mittels Rainflowzählung in ein werkstoffmechanisch interpretierbares Spannungskollektiv überführt. Ziel ist eine Bewertung variabler Betriebszustände, die innerhalb der Logik der ISO 6336 bleibt, aber Reihenfolgeeffekte und Mittelspannungseinflüsse wesentlich konsistenter berücksichtigt als eine reine Kollektivbetrachtung mit globalen Faktoren.